Endspurt beim Bahn-Projekt Tunnel Rastatt für den Ausbau der Festen Fahrbahn
ZETCON ist von der DB InfraGo AG mit der örtlichen Bauüberwachung und SiGeKo für das Bahn-Projekt Tunnel Rastatt beauftragt, das zum Großprojekt „ABS/NBS Karlsruhe-Basel“ gehört und das zentrale Ingenieurbauwerk im Planfeststellungsabschnitt 1.2 bildet.
Die beiden rund 4 km langen Tunnelröhren verlaufen unter dem Stadtgebiet Rastatt und sorgen künftig für eine schnellere Verbindung zwischen Karlsruhe und Basel sowie für eine Entlastung der bestehenden Strecke und der Anwohnerinnen und Anwohner. Die mögliche Streckengeschwindigkeit nach Fertigstellung soll hier bis zu 250 km/h erreichen. Der Tunnel beginnt im Osten von Ötigheim am Trog Nord, unterquert die Federbachniederung sowie die Stadt Rastatt und tritt im Bereich Niederbühl über den Trog Süd wieder an die Oberfläche. Mit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2026 soll der Tunnel in Betrieb gehen – erste Züge werden bereits im Rahmen von Test- und Hochtastfahrten über die Feste Fahrbahn „Rheda 2000“ rollen. Die beiden Tunnelröhren sind über insgesamt 8 Querschläge und einen Versorgungsschacht miteinander verbunden. Zusätzlich sorgen moderne Rettungs-, Entwässerungs- und Löschwassersysteme für einen sicheren Betrieb. Besonders hervorzuheben sind die in Teilen hergestellten leichten Masse-Feder-Systeme, die Schwingungen reduzieren und für einen verbesserten Schutz vor Erschütterungen sorgen.
Die technischen Daten des Projekts umfassen rund 30.000 m³ Sohlbeton, eine Gesamtlänge je Tunnel einschließlich der Tröge von 6.000 m, 12 km Kabelleerrohrpakete, 24 km Bankette und Gleis sowie 8 km Entwässerungs- und Löschwasserleitungen. Hinzu kommen der Ausbau der Rettungszufahrten sowie die Tunneltechnik und Betriebsräume.
Zu den Besonderheiten des Projekts zählen Befahrbarkeitsplatten für Rettungskräfte, Hebeanlagen an den Tunnelportalen und am Tunneltiefpunkt sowie verschiedene Ausbaugewerke wie Brandschutz-, Schallschutz- und Löschwassersysteme. Hinzu kommen Rüttelstopfsäulen und Schotterverklebungen sowie die Herstellung im Bereich eines Wasserschutzgebiets. Der Tunnel wird in offener und bergmännischer Bauweise mit einem Längsprofil in Wannenform hergestellt. Die Betonage erfolgt mittels Betonpumpen, Betonmischern und Schmalspurbahn. Darüber hinaus erfordert das Projekt ein umfangreiches Schnittstellenmanagement zu Drittgewerken.



